

Die reduzierte Schadstoff- und Geräuschemission unserer Busse ist ein wichtiger Beitrag zum umweltschonenden ÖPNV. Doch natürlich trägt auch der beachtliche Anstieg der Fahrgastzahlen in den letzten Jahren dazu bei, den Autoverkehr und damit die Schadstoffbelastung in der Tübinger Innenstadt zu reduzieren.
Laut einer Studie des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmer verursacht jeder Fahrgast in einem Bus mit Rußpartikelfilter bis zu 400 Mal weniger Feinstäube als der Fahrer eines Diesel-PKW ohne Filter. Bei voller Auslastung beträgt der Dieselverbrauch eines 12m-Busses pro Fahrgast auf 100 km nur 0,5 Liter, während ein Diesel-PKW durchschnittlich über 7 Liter pro 100 km verbraucht. In Deutschland nutzen rund 26 Millionen Menschen jeden Tag Bus und Bahn und leisten damit einen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität.

Die 12 stationären Fahrscheinautomaten des SVT an besonders stark frequentierten Bushaltestellen werden mit Ökostrom betrieben - auch dies ist ein Beitrag zum Umweltschutz!


Die Elektromobilität ist ein wichtiger Baustein beim Thema Ökologische Mobilität der Zukunft. Es ist uns wichtig, rechtzeitig in das Thema Alternative Antriebssysteme für den Stadtverkehr einzusteigen. Daher haben wir bereits verschiedene Elektrobusse im Test angesehen. Weitere Tests werden folgen. Denn gerade in Tübingen mit seiner speziellen Topographie durch das starke Berg- und Talgefälle sind Fahrzeuge, die mit Hybrid- oder Elektromotoren ausgestattet sind, besonders gefordert.
Durch den Einsatz eines Elektrobusses könnten im Stadtverkehr Tübingen pro Jahr verglichen mit einem Dieselfahrzeug mit einem Gesamtjahresverbrauch von rund 30.000 Litern Dieselkraftstoff rund 78 Tonnen CO² pro Jahr eingespart werden. Pressemitteilung

Mit insgesamt 12 neuen Bussen ersetzte der SVT im Jahr 2008 rund ein Fünftel seines gesamten Fuhrparks. Somit erfüllen im Stadtverkehr Tübingen etwa 30 % der eingesetzten Busse die höchste Abgasnorm (EEV = Enhanced Enviromently Friendly Vehicle). Die übrige Busflotte wurde in 2008 mit der neuesten Abgasfiltertechnik umgerüstet. Durch diese Maßnahme entsprechen die Fahrzeuge der Norm Euro 3 oder höheren EU-Umweltstandards. Pressemitteilung

Seit dem 1. Januar 2005 legt das Bundes-Immissionsschutzgesetz verschärfte Grenzwerte für Luftschadstoffe fest.
Probleme bereiten vor allem Stickoxide und Feinstäube, die mit Dieselabgasen in die Luft gelangen. Der Öffentliche Personennahverkehr geht hier mit gutem Beispiel voran.
Im Frühjahr 2008 wurde die Stadtverkehrsflotte mit der Abgasfiltertechnik neuester Generation ausgerüstet. Im Vergleich zu den bisherigen Filtern wird die Schadstoffemission durch diese Maßnahme nochmals reduziert. Der Betrieb in der Umweltzone Tübingen ist damit uneingeschränkt möglich.
Die in 2007 angeschafften Neufahrzeuge „Typ Citaro“ entsprechen mit Euro 5 / EEV dem neuesten Stand der Technik und erfüllen bereits die für 2014 vorgesehene Norm Euro 6. Alle technisch nicht umrüstbaren Busse werden im Jahr 2008 durch Neufahrzeuge ersetzt.
Der Vergleich eines Stadtlinienbusses mit und ohne Filtertechnik macht deutlich, wie viel Schadstoffemissionen vermieden werden:
(Basis: 80.000 km p. a.)
| ohne Filtertechnik
kg/Jahr |
mit Filtertechnik
kg/Jahr |
Differenz
kg/Jahr |
|
| CO (Kohlenmonoxid) | 107,7 | 2,2 | 105,5 |
| HC (Kohlenwasserstoffe) | 75,3 | 3,0 | 72,3 |
| PM (Partikel) | 15,2 | 0,15 | 15,05 |
Hochgerechnet auf die Jahresfahrleistung aller Tübinger Stadtbusse werden etwa
• 6,3 Tonnen CO (Kohlenmonoxid)
• 4,3 Tonnen HC (Kohlenwasserstoffe)
• 0,9 Tonnen PM (Partikel)
vermieden.
Im Vergleich zum Jahr 2005 entspricht das einer weiteren Einsparung von ca. 40 Prozent.